Viele Leute denken, die indische Küche würde sich in cremigen, fleischlastigen Currygerichten erschöpfen. Doch auf dem Land, und daher komme ich, wird zum Abendessen viel Salat verzehrt, und zwar vor dem Hauptgericht.
Ich erinnere mich an viele besondere Ereignisse, bei denen sich alle um große Platten mit Gemüse- und Obstsalaten versammelten. Dann gab es immer dünne Gurkenscheiben, Zwiebeln, Möhren, Tomaten, Äpfel, Kirschen und Radieschen (mit saisonalen Variationen wie Bananen, Papaya und Pfirsichen). Zum Salat gab es ein einfaches, leichtes Dressing aus Zitrone, Salz, grünen Chilis, Ingwer und gemahlenem Koriander-Samen. Lecker!
Ich könnte viele schmackhafte indische Salatrezepte weitergeben, doch mein absolutes Lieblingsrezept ist der Babypalak-Salat (Spinat) meiner Mutter. Er schmeckt besonders ausgezeichnet an warmen Sommerabenden, aber ich esse ihn das ganze Jahr über gerne. Der Clou ist das scharfe, aber erfrischende Dressing. Die Kombination von Olivenöl, Orangensaft, Garam Masala, Ingwer, Knoblauchsalz, Zucker, Chilipulver und schwarzem Pfeffer schmeckt einfach himmlisch.
Die indischen Gewürze unterstreichen noch den frischen Geschmack von Spinat und Gurke. Für diesen Salat gibt es viele lokale Variationen. Manche Leute geben noch Radieschen (besonders in der kühleren Jahreszeit), Mandeln, Weintrauben oder schwarze Oliven dazu. Zusammen mit Samosa (frittierte Teigtaschen) auf den Tisch gebracht, zeigt sich hier die indische Küche von ihrer besten Seite.
Salatzutaten putzen, schneiden und vermischen.
Zutaten für das Dressing gut verrühren und über den Salat gießen.
Sofort servieren und genießen!